Jonglieren trotz Dystonie

Moderator: Hedha

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Mesi
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Registriert: 16 Jun 2021, 12:20

Ich möchte in diesem Forum ein neues Thema beginnen, das sich im Allgemeinen um Dystonie und Bewegung und im Speziellen um Dystonie und Jonglieren dreht.

Ich bin männlich, wurde 1963 geboren und leide seit meinem 17. Lebensjahr an Dystonie. Zuerst bemerkte ich ein Kopfwackeln und einen Schiefhals. In den letzten Jahren haben sich meine Symptome verschlimmert, sodass meine Hände stärker zittern und ich nicht mehr vernünftig essen, trinken und schreiben kann.

Über viele Jahre hinweg habe ich versucht, mein Zittern mit verschiedenen Psychopharmaka und neurologischen Medikamenten (unter anderem auch Botox) zu lindern und meine Lebensqualität zu verbessern. Leider entwickelten sich entweder Antikörper gegen die Medikamente oder die Nebenwirkungen waren schlimmer als das Zittern selbst. Deshalb begann ich nach Alternativen zu suchen.

Ich entdeckte das Jonglieren für mich. Zunächst fing ich ganz einfach mit einem Ball an und trainierte Wurfübungen, die beide Gehirnhälften beanspruchen und ihre Zusammenarbeit fördern. Später steigerte ich mich auf zwei oder drei Bälle. Selbst mit einem Ball gibt es zahlreiche einfache und anspruchsvolle Übungen, die Spaß machen und die Dystonie für eine gewisse Zeit vergessen lassen.

Ich möchte euch nun einladen, in diesem Themenbereich nicht die Krankheit in den Vordergrund zu stellen, sondern rege über Gesundheit zu diskutieren und eure Beiträge zu teilen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Jonglieren oder andere Arten der körperlichen und geistigen Bewegung positive Effekte haben können und dabei nahezu kostenlos sind.

Es gibt übrigens auch Muster von Tischjonglage, die man sitzend im Rollstuhl ausführen kann.

Ich freue mich auf eure Meinungen, Erfahrungen und Fragen und hoffe auf hilfreichen, freundlichen und inspirierenden Austausch im Forum
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