ich bin zwar nicht mehr ganz neu
Seit mindestens 1980 habe ich Blepharospasmus, der sich aber erst Anfang der 90er Jahre richtig bemerkbar machte.
Es folgten 7 Jahre bitterer Odyssee von einem Augenarzt zum nächsten, von einem Neurologen zum nächsten,
selbst in der Neurologie einer Uni-Klinik klopfte man mir wohlmeinend auf die Schulter und meinte, ich sei zu sehr im Stress und wahrscheinlich total überfordert, ich solle doch mal zu einem Psychotherapeuten gehen...Keiner nahm mich ernst und alle schoben mich mehr oder weniger in die Psycho-Ecke. Erst 1997 wurde in unserer hiesigen Uni-AugenKlinik die richtige Diagnose gestellt und Botox gespritzt. Seitdem komme ich relativ gut zurecht, kann zwar seit ca. 9 Jahren keine Bücher mehr lesen, die Zeitung nur eingeschränkt. Aber damit kann man leben und Freude haben und der PC ersetzt mir vieles.
Zu meinem heutigen Anliegen:
Seit 18 Monaten erstattet mir die Beihilfe ihren 60%igen Kostenanteil an den Botox-Behandlungen und am Botox selbst nicht mehr. Die private Krankenkasse hatte zwar vor einigen Jahren auch Theater gemacht und den Blepharospasmus,
der ja oft so ungut als "Blinzeltick" charakterisiert wird, nicht als Krankheit anerkannt, sondern gemeint, ich hätte mich
"ganz zufällig" von den gleichzeitig verschönernden Wirkungen der Spritzen hinreißen lassen, aber nach klärenden Worten seitens des Professors dann doch eingelenkt. Sie zahlt also treu weiter.
Heute war ich zum Gesundheitsamt beordert worden, der dortige Arzt wischte mein ganzes Info-Paket, das ich ihm mitgebracht hatte, vom Tisch und erklärte, was der Professor schriebe, interessiere ihn nicht, er mache sich sein eigenes Bild. Dann fragte er mich intensiv aus, wie sich die Krankheit überhaupt äußere und empfahl dann, ich solle mich doch operieren lassen, dann hätte ich die Nöte vom Hals und würde keine unnötigen Kosten mehr produzieren.
Das werde ich natürlich nicht tun.
Ich möchte einfach fragen, ob einer von Euch Erfahrungen mit dem Beihilferecht für Pensionäre des öffentlichen Dienstes(nicht beamtet) im Zusammenhang mit Botoxbehandlungen hat oder wer mir dazu einen Tipp geben kann.
Da ich seit der Diagnose, also seit 13 Jahren auch Mitglied in der DGG bin, habe ich heute auch schon mit Frau Kühn
telefoniert, die mir einige Infos versprochen hat.
ich danke Euch im Voraus und freue mich auf einen inhaltsreichen Erfahrungsaustausch mit Euch.
Liebe Grüße Renate
